FAMILIENZENTRUM


Am 04.11.2005 veranstaltete der Landkreis Emsland mit ca. 300 Vertreterinnen und Vertretern aller gesellschaftlich relevanten Gruppen aus Kirchen, Politik, Gemeinden, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden ein ganztägiges Hearing „Große Koalition für Kinder – Bessere Chancen für Familien im Emsland“.

Ziel der „Großen Koalition für Kinder“ ist, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

der demographischen Entwicklung, einer veränderten Wertestruktur unserer Gesellschaft, einer Arbeitswelt, die zunehmend geprägt ist durch hohe Flexibilität und Mobilität und den sich daraus ergebenden Veränderungen für eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft zu begegnen.





Dies soll einerseits durch eine noch kinder- und familienfreundlichere Gestaltung des Emslandes, zum anderen aber auch durch die Schaffung von Voraussetzungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht werden.

Die Veranstaltung am 04.11.05, die als Auftakt eines dauerhaften und langfristigen Prozesses zu sehen ist, endete mit der gemeinsamen Erklärung aller Teilnehmer zur „Großen Koalition für Kinder“. Zu den Handlungsaufträgen, die mit dieser „Koalitionserklärung“ einhergingen, gehören unter anderem die Einrichtung von Familienzentren, die als Netzwerke für Familien entsprechend den örtlichen Gegebenheiten gestaltet werden. 

 

Unser Familienzentrum bietet den Familien, die in der Samtgemeinde Freren wohnen, eine Vielzahl von Angeboten, sodass wir mit unserer Arbeit dazu beitragen können, ein familienfreundliches Leben vor Ort zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, schreiben wir Kindertageseinrichtungsleiterinnen uns eine Vielfalt an Aufgaben zu. So sieht jede Leiterin von uns unter anderem einen Auftrag darin, die Bildungs- und Erziehungskompetenzen der Familien zu stärken.

Darin inbegriffen sind inhaltliche Punkte wie:
- Eltern auf das Familienzentrum mit seinen Angeboten hinweisen
- Informationen an Eltern weiterleiten
- Familien unterstützen und beraten, sei es in Bezug auf Leistungen des Familienzentrums oder hinsichtlich Fragen, die den Alltag der Familie betreffen.

Eine weitere Aufgabe, für die wir Einrichtungsleiterinnen zuständig sind, ist die Angebotsplanung. Das bedeutet, dass wir alle unseren geschulten Blick sowie den ständigen Kontakt und Austausch mit den Eltern/ Familien nutzen, um die aktuellen Bedürfnisse der Familien wahrzunehmen. Die Kooperation mit dem jeweils dahinterstehendem Kindertageseinrichtungsteam und den jeweiligen Elternbeiräten machen es uns möglich, bedarfsgerechte Veranstaltungen anbieten zu können: einrichtungsübergreifende Angebote wie themengeleitete Elternabende oder allgemeine Familienfeste stehen somit auf dem Programm. Schließlich wissen wir alle, dass jede von uns als „Vermittlerin“ agieren muss. Eine zufriedenstellende Arbeit kann nur gelingen, wenn jede Einrichtungsleiterin die Informationen des Familienzentrums an das eigene Team weiterleitet und dass ein Informationsaustausch angeregt wird.

Gleichzeitig müssen wichtige Informationen an das Familienzentrumsteam weitergeleitet werden. Eine regelmäßige Teilnahme an den Klausurtagenn und eine fachliche Transparenz der eigenen Arbeit sind daher unabdingbar. Als letztes soll noch die Aufgabe „Öffentlichkeitsarbeit“ genannt werden. Hier schreiben wir uns alle zu, dass wir das Familienzentrum mit seinen Aufgaben und Angeboten authentisch vertreten. Dies ist uns nur deshalb möglich, weil wir alle hinter dem Familienzentrum stehen und davon überzeugt sind, dass unsere Arbeit den Familien aus der Samtgemeinde Freren und Umgebung eine Vielzahl an Vorteile bringt.
Das Selbstbild bringt es schon mit sich:
Alle Einrichtungsleiterinnen schreiben sich eine Vielzahl an Aufgaben zu. Natürlich bedeutet dies, dass sie Arbeit, Zeit und Muße investieren müssen. Aber wir sehen, dass jede Einrichtung sehr davon profitieren kann, eine Säule des Familienzentrums zu sein. Die regelmäßigen Treffen bieten genügend Raum und Zeit, Probleme, Sorgen und Unsicherheiten der jeweiligen Fachkraft zu besprechen. Dabei beziehen sich die Problembesprechungen ausschließlich auf organisatorische Themen, nicht auf fallbezogene Probleme aus der jeweiligen Kindertageseinrichtung. Ein Fokus liegt daher ganz klar beim kommunikativen Austausch. Die anderen Teammitglieder können, dadurch, dass sie die gleiche Position innehaben, kompetente Tipps und Hilfestellungen geben. Diese fachliche Zusammenarbeit bringt auch deswegen Vorteile mit sich, weil die Kindertageseinrichtungen einheitliche Absprachen treffen und dadurch noch mehr Handlungssicherheit erlangen können.

Der Austausch zwischen den Einrichtungen und die Beratung durch/von Kolleginnen kann die fachliche Kompetenz nochmals erhöhen, sodass sie diese positiv auf die Familien vor Ort widerspiegeln kann. Schließlich bedeutet die fachliche Zusammenarbeit auch eine Bündelung von Ressourcen. Dadurch, dass eben eine Kooperation der einzelnen Tageseinrichtungen stattfindet und auch Kooperationen zu anderen Institutionen an der Tagesordnung stehen, kann eine Art Entlastung für die einzelnen Tageseinrichtungsleiterinnen entstehen. Weil wir alle nötigen Adressen gebündelt zusammengestellt haben, können Kontakte schnell hergestellt werden, wenn diese benötigt werden. So arbeiten wir mit der Frühförderung zusammen, mit dem Sozialdienst Katholischer Männer, mit dem Jugendamt, mit Logopäden etc. Das bedeutet, dass wir ein Netzwerk für frühe, zielgenaue und unmittelbare Hilfen bereithalten können. Hinzu kommt, dass wir durch unser Konzept auch eine Ferienbetreuung für alle Kita-Kinder aus der gesamten Samtgemeinde anbieten können, die abwechselnd in den Kitas stattfindet. Ein Zusammenschluss bedeutet schließlich auch, dass Elternabende und Familienaktionen vermehrt angeboten werden können. Nicht umsonst konnten wir in den letzten Jahren ein umfangreiches Familienbildungsprogramm in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Lingen aufstellen.

Als letztes soll noch die Partizipation an sozialpolitische Entscheidungen angerissen werden. Die jeweiligen Einrichtungen profitieren davon eine Säule des Familienzentrums zu sein, weil so die Änderung/Auseinandersetzung der „Familien-Lebens-Wirklichkeit“ durch das Familienzentrum stattfinden kann. Dieser Aspekt ist absolut notwendig und sinnvoll, um so bedarfsgerechte und passgenaue Hilfestellungen und (Bildungs-)Angebote konzipieren zu können. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt angesprochen haben wir, dass wir ein „Anwalt für Familien“ sein wollen. Dies können wir durch das Familienzentrum gewährleisten. Wir wollen der Öffentlichkeit zeigen, dass sich unsere Arbeit positiv auf die Familien in der Samtgemeinde Freren auswirken kann.
Welche Vorteile haben die Familien im jeweiligen Einzugsgebiet davon, dass unsere Einrichtung eine Säule des Familienzentrums ist?

Die Kooperation der Tageseinrichtungen bringt eine Vielzahl positiver Effekte für die Familien aus der Samtgemeinde Freren mit sich. Wir sind ein Knotenpunkt verschiedener Hilfs- und Unterstützungsangebote für alle Familien vor Ort. Beispielhaft zu nennen sind die „sichere Ferienbetreuung“, „thematischen Elternabende“, „Vermittlung von Tagespflege“, „Bildungs- und Beratungsangebote“ oder auch die „familienorientierten Betreuungsmöglichkeiten“. Hinter jedem dieser Oberpunkte versteckt sich eine Vielzahl von Vorteilen, die sich für die Familien ergeben. Kleine oder große Probleme, Fragen, die unter den Nägeln brennen oder auch Anregungen und Ideen, die Eltern rund um das Thema „Familie“ schon immer einmal loswerden wollten, finden bei uns Platz. Wenn wir vor Ort keine Antwort haben sollten, so vermitteln wir umgehend an eine Stelle, die den Familien weiterhelfen kann.

Wir haben die „Familie im Blick“. Wir fördern die Inklusion, was bedeutet, dass wir dazu beitragen wollen, dass jeder Bürger aus der Samtgemeinde Freren in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Jede Einrichtungsleiterin legt Wert darauf, dass in ihrer eigenen Einrichtung, aber auch im Rahmen des Familienzentrums die Vielfalt der Menschen und Lebensweisen wertgeschätzt wird, wobei auch gleichzeitig das Zugehörigkeitsgefühl vermittelt werden soll. Das bedeutet, dass wir durch und mit dem Familienzentrum Angebote und Maßnahmen bereitstellen können, die an den Bedarfen der Familie angepasst sind.

Vor allem die Angebote aus dem Familienbildungsprogramm sollen alle Familien aus der Samtgemeinde ansprechen. Daher erhalten auch alle ein überschaubares Heftchen, in denen alle Angebote übersichtlich aufgelistet sind. Die Aktionen finden dabei nicht nur in einem Ort statt, sondern jede Einrichtung hat an unterschiedlichen Terminen eine Veranstaltung vor Ort. Besonders für die Familien ergeben sich dadurch Vorteile. Denn so können sie garantiert an mindestens einer Veranstaltung teilnehmen, zu der der Anfahrtsweg wenig zeitintensiv ist und die in einer bekannten Einrichtung stattfindet.

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